PDF/UA-Check · PDFzugang Wissen
PDF/UA prüfen: technische Konformität ist der Anfang, nicht das Ende
PDF/UA definiert, wie Inhalte, Struktur und Metadaten in einer zugänglichen PDF abgebildet werden. Validatoren prüfen viele dieser Regeln reproduzierbar.
Stand: 23. Juli 2026
Einordnung
Was ein PDF/UA-Validator kontrolliert
Zu den technischen Prüfbereichen gehören der Strukturbaum, korrekte Rollen, Sprache, Metadaten, eingebettete Schriften und die Zuordnung sichtbarer Inhalte zu Tags.
Der Validator kennt jedoch nicht die kommunikative Absicht. Er kann beispielsweise feststellen, dass ein Bild einen Alternativtext besitzt, aber nicht zuverlässig, ob dieser den Bildinhalt treffend beschreibt.
- PDF/UA-Kennung in den XMP-Metadaten
- Strukturbaum mit Standardrollen
- Getaggte sichtbare Inhalte ohne unzugeordnete Elemente
- Eingebettete Schriftprogramme
- Manuelle Bewertung nach der technischen Prüfung
Im Werkzeug
Wie PDFzugang PDF/UA nutzt
Die Lesefassung wird mit Dokumentstruktur, Hauptsprache, Titel und eingebetteter Atkinson-Hyperlegible-Schrift aufgebaut. Überschriften, Absätze und Listen erhalten semantische Rollen.
Das ist eine technische Grundlage. Der ausgegebene Bericht behauptet ausdrücklich keine vollständige Konformität des Ursprungsdokuments und empfiehlt die zusätzliche Prüfung mit PAC und Screenreader.
Aus der Praxis
PASS in veraPDF – und trotzdem Arbeit übrig
Die Test-Lesefassungen von PDFzugang bestehen das PDF/UA-1-Profil in veraPDF 1.30.2 mit PASS. Das klingt nach „fertig“, bedeutet aber präzise nur: Alle maschinenprüfbaren Regeln sind erfüllt – Strukturbaum vorhanden, Rollen korrekt, Sprache gesetzt, Schriften eingebettet. Was der Validator prinzipiell nicht beurteilen kann: ob ein Alternativtext das Bild treffend beschreibt, ob eine Tabelle inhaltlich als Tabelle funktioniert oder ob die Gliederung der Argumentation des Textes folgt. Ein Dokument kann formal perfekt getaggt und trotzdem schwer nutzbar sein. Deshalb gehört zu jeder ernsthaften PDF/UA-Prüfung ein zweiter Schritt mit PAC und einem echten Screenreader-Durchlauf.
Der Prüfbericht von PDFzugang nennt diese offenen Punkte ausdrücklich, statt sie hinter einem Prüfwert zu verstecken.
Zum Nachlesen: veraPDF-Dokumentation zur PDF/UA-Validierung
Grenze der Automatik
PDFzugang ist kein Zertifikat. Komplexe Tabellen, Formulare, Alternativtexte und die inhaltlich richtige Lesereihenfolge müssen zusätzlich manuell geprüft werden.
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FAQ
Häufige Fragen
Prüft PDFzugang das Original vollständig nach PDF/UA?
Nein. Der Browser-Check ist ein Vorbefund. Die neu erzeugte Lesefassung wird technisch strukturiert, doch eine vollständige fachliche Abnahme bleibt separat.
Was ist der Unterschied zwischen PDF/UA-1 und PDF/UA-2?
PDF/UA-1 basiert auf PDF 1.7, PDF/UA-2 auf PDF 2.0. Viele bestehende Werkzeuge und Dokumente arbeiten weiterhin mit PDF/UA-1.
Brauche ich zusätzlich einen Screenreader-Test?
Ja, besonders bei wichtigen oder komplexeren Veröffentlichungen. Er zeigt Probleme, die im reinen Regeltest nicht sichtbar werden.
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Quellen und Prüfbasis